Internetdienste

Um den Term Internetdienste zu verstehen, ist es zunächst notwendig, eine Definition für das Internet zu Grunde zu legen. Dies ist ganz und gar nicht trivial: Verschiedene Experten haben bislang für sehr unterschiedliche Definitionen argumentiert. Manche sehen das Jahr 1962 als Beginn des Intenet, in dem J. C. R. Licklider vom Massachusetts Institute of Technology ein weltweites Computernetzwerk visioniert hat. Andere meinen, 1968 sei die Geburt des Internet, da in diesem Jahr das erste physikalische Netzwerk vier Universitäten in den Vereinigten Staaten miteinander verband. Viele setzen im Jahr 1990 an, das die Geburtsstunde des World Wide Web darstellt. Das WWW ist jedoch nur eines von vielen Internetdiensten und macht nicht einmal einen wesentlichen Teil der verwendeten Datenübertragung im Internet aus. Das WWW ermöglich trotzdem eine Reihe von wichtigen Funktionen. So kann man im Internet Einkaufen, wichtige Informationen zu bestimmten Themen finden oder seine Wetten online abgeben.

Internetdienste und ihre Gleichsetzung mit Kommunikationsprotokollen

Für praktische Belange ist wohl das Jahr 1994 am relevantesten. Zwischen 1990 und 1994 trug das US Department of Defense ihr bisheriges Arpanet zu Grabe und stellte alle Netzwerkaktivitäten auf das TCP/IP-Protokoll um. Ferner deklarierte es 1994 offiziell das "Internet" als die Summe aller Protokolle beziehungsweise Dienste, die über das TCP/IP-Protokoll laufen. Impliziert ist darin die Gleichsetzung der Internetdienste mit Kommunikationsprotokollen enthalten. Da es inzwischen eine schier unfassbare Anzahl an Internetdiensten gibt, sollen hier nur die heute wichtigsten beziehungsweise interessantesten etwas detaillierter dargestellt werden. Das World-Wide Web wurde bereits 1990 für die Verbreitung vor Informationen und strukturierten Inhalten konzipiert. Erst im Jahre 1993 kamen mit der Entwicklung des "Mosaic" Browsers multimediale Inhalte hinzu. Gerade diese waren es jedoch, die eine rasche Akzeptanz dieses Internetdienstes bewirkten. Die Registrierungen von Internetdomänen stiegen sprunghaft an und sind bis heute im Wachstum begriffen. Heutzutage gibt es viele Domänen die Online Spiele für einen angenehmen Zeitvertreib anbieten. Während WWW-Seiten Einbahnstraßen sind - der Ersteller veröffentlicht und der Besucher konsumiert -, zählt Email zu den multi-direktionalen Internetdiensten. Der Informationsaustausch erfolgt hierbei nicht-öffentlich. Wie viele Email-Benutzer durch sogenannte Spam-Mails erfahren müssen, lässt dieses Protokoll nicht zu, den Absender einer Nachricht eindeutig zu bestimmen. Die sinnvolle Sperrung von Spam-Versendern ist also leider Prinzip bedingt nicht möglich. Da ist es angenehmer ein Spiel wie Kultan zu spielen.

Internetdienste für den Austausch von Dateien

Zum Austausch von beliebigen Dateien gibt es eine Vielzahl von Internetdiensten. Am bekanntesten ist wohl das File Transfer Protocol. Es erfordert vom Nutzer die Anmeldung an einen FTP-Server, der den Austausch der Dateien unter den Benutzern ermöglicht. Als ein Internetdienst für den Dateiaustausch, bei dem keine Anmeldung erforderlich ist, sei stellvertretend das Torrent-Protokoll erwähnt. Sehr beliebt sind heute Chat-Internetdienste. Diese können eigene Protokolle voraussetzen und somit die Installation von zusätzlichen Programmen erfordern. Es gibt aber auch die Möglichkeit des Chat über beliebige Internetbrowser. Mit der starken Verbreitung von Breitbandzugängen etablierten sich in den letzten Jahren Internetdienste mit entsprechend gehobenen Ansprüchen. Neben Sprach- und Bild-Telefonie sind inzwischen Internet-Fernsehen und insbesondere Internet-Radio sehr beliebt.